gis-trainer.de bei der FOSS4G 2011

Nach unserem letzten Besuch der FOSS4G in Barcelona, hat auch die diesjährige Konferenz in Denver (Colorado), vom 12.09 bis 17.09.2011, mit über 900 Teilnehmern aus 42 Ländern, einen guten Eindruck hinterlassen. Die bisher teilnehmerstärkste Veranstaltung überzeugte durch ein breites Angebot an Vorträgen aus Forschung, öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft. Der Fokus lag auf den Präsentationen aktueller Themen der Industrien, technischen Neuerungen und Anwenderberichten. Die gis-trainer.de-Delegation hat neben persönlichen Gesprächen mit Softwareentwicklern aus dem Geoinformationsbereich, diverse Workshops und Tutorials, zum Kennenlernen neuer Applikationen und Integrationslösungen, durchgeführt.

Neues bei QGIS und PostGIS

Als Repräsentant der Firma SourcePole, informierte uns Pirmin Kalberer, über den QGIS-Server der als WMS-Server, auf Basis der QGIS-Libraries, die Publikation lokal entworfener Karten im Web ermöglicht. Vertiefende Diskussionen wurden über die neue QGIS-Erweiterung „QGIS-Cloud“, zum Veröffentlichen von Kartenmaterialien, geführt.
In einer Präsentation über die neue Version von PostGIS 2.0 haben wir Informationen über neue Funktionen der Software erhalten. Dazu zählen u.a das benutzerfreundliche Umwandeln von Vektor- und Raster-Datensätzen, eine effektivere Datenbankverwaltung und Möglichkeiten zu 3D- Visualisierungen. Weiterhin sollen auch Änderungen in den Auflösungen von Luftbildern komplikationslos möglich sein.

 

Effektive Projektbearbeitung mittels Stacks

Die OpenGeo-Suite wurde als effektiver „Stack“ zum Bearbeiten von OS-basierten Projekten vorgestellt. Als standardkonforme Webkartographieplattform unterhält sie interoperable GIS Komponenten, zu denen GeoServer, OpenLayers, GeoWebCache, PostGIS und das JavaScript-Toolkit GeoExt zählen. Die Software ist als freie Community Edition, aber auch als kostenpflichtiges Paket mit Support und Schulungen verfügbar.
Auch die Entwicklungen vom Map-Server tendieren zu einem Projekt-übergreifenden Mapserver- Stack, der durch Schnittstellenerweiterung MapServer und MapCache vereinen soll. Sehr wahrscheinlich werden wir beim Besuch der nächsten FOSS4G schon Resultate und Anwenderberichte zu Gesicht bekommen.

 

Geo-Frameworks

Diskussionen mit den Partnern von „GeoMap“ gaben uns einen guten Eindruck in die Software zur Erstellung von Webmapping-Anwendungen, unter Verwendung vordefinierter und selbst-definierter Layouts mit einfacher Bedienbarkeit auch für fachfremde Interessenten.
Sehr informativ waren die Gespräche mit den Frameworkentwicklern von „GeoJQuery“ (nun „MapQuery“ genannt), welche Geo-Funktionalitäten bereitstellt und jQuery-Strukturen um geobasierte Funktionen unterstützen und erweitern soll. Verschiedene Projekte zur Anwendung von „GeoJQuery“ wurden vorgestellt. So ist die Erstellung einer einfachen Karte mit der benutzerfreundlichen Framework-Entwicklung auch ohne OpenLayers-Expertenkenntnisse möglich.

Wie auch im letzten Jahr zeigte die FOSS4, dass die Entwicklung und Verbreitung von OpenSource-Lösungen im Geoinformationsbereich, von großem Interesse ist. Ein üppiges Angebot an Tutorials, Vorträgen und Kontaktmöglichkeiten hat uns Einblicke in viele neue Softwarelösungen und Erweiterungen gegeben. Zudem konnten Beziehungen geknüpft und Möglichkeiten der fachübergreifenden Zusammenarbeit, auch für die Zukunft, verwirklicht werden.

Wir freuen uns, die Entwicklungen auf der FOSS4G im kommenden Jahr in Peking zu verfolgen und unsere Kontakte wieder zu treffen.